Der Boerboel - Geschichte:
Der Boerboel ist ein Teil der südafrikanischen Geschichte. Um ihn verstehen zu können, muss man seine Verknüpfung mit der Geschichte Südafrikas kennen.
Die Holländer waren nicht die ersten Europäer in Südafrika, aber die ersten, die dort ansiedelten. 1647 strandete das erste holländische Schiff am Kap der guten Hoffnung, 1651 erhielt Jan van Riebeeck den Auftrag, dort ein Fort zu errichten, um durchreisende holländische Schiffe zu versorgen.
Die Holländer wussten nicht, was sie dort erwarten würde, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden würden. Sie sowie die nachfolgenden Siedler brachten ihre Hunde zum Schutz mit, die damaligen Bullenbeißer.
Durch die Ankunft der Engländer in Südafrika, die die dortigen Machtverhältnisse ins Wanken brachten (Anfang des 19. Jahrhunderts) und u.a. die Sklaverei abschafften, entschlossen sich viele Buren (weiße Afrikaner, holländischen oder auch deutschen Ursprungs) ins Landesinnere aufzubrechen, um dort eine neue, von den Engländern unabhängige Existenz zu gründen. Auf diese Reise nahmen sie Ihre großen doggenartigen Hunde mit. Nur die stärksten und widerstandsfähigsten Hunde überlebten die Reise von Kapstadt nach Transvaal mit 1450 km Luftline.
In dieser Zeit entstanden die BOERBOELS, die Burendoggen (Boer = Bure).
In den folgenden Jahren veränderte sich die Rasse weiterhin, angepasst an die sich wandelnden Lebensumstände.
Erst 1983 wurde eine feste Definition der Rasse durch die South African Breeders Association (SABT) erreicht. Das erste offizielle Appraisal (Bewertung) fand 1990 statt.