Vaginalprolaps (Scheidenvorfall)


Unter einem Scheidenvorfall leiden besonders junge Hündinnen großer Rassen, die zum ersten Mal läufig werden. (…)
Durch die hormonelle Aktivität und dem dabei ausgeschütteten Östrogen wird die Schleimhaut stark durchblutet, schwillt an, wird weicher und dehnbarer. Manchmal stülpt sie sich dabei nach außen und ist als tennisballgroßes Gebilde am Scheidenausgang zu sehen. Die Gefahr bei einem unbehandelten Scheidenvorfall besteht darin, dass sich Infektionen sehr viel schneller ausbreiten können als bei einer geschützten Schleimhaut. Zudem kann es passieren, dass ausgestülptes Gewebe abstirbt und operativ entfernt werden muss.

Behandlung:
Kleinere Vorfälle kann der Tierarzt vorsichtig wieder in die Scheide hochschieben. Bei einer eingetretenen Infektion ist eine Behandlung mit Antibiotika nicht zu umgehen. Da eine Hündin, die einmal einen Scheidenvorfall hatte, mit großer Wahrscheinlichkeit bei der nächsten Läufigkeit wieder darunter leiden wird, sollten Sie eine Kastration in Betracht ziehen. Zudem besteht der Verdacht, dass die Veranlagung zu diesem Leiden erblich ist, weshalb die betroffene Hündin nicht in die Zucht sollte.
Quelle: Carola Kusch, Die Hündin, S.104 f.

 

Quelle: Sascha Ernst,Akira Boerboels (Vaginalprolaps (Scheidenvorfall)
Quelle: Sascha Ernst, Akira Boerboel´s